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Historie
Von der Schwanenburg zur Raubritterburg
Im Jahre 1090 wurde vom Geschlecht derer von Cygenberg (Schwanenberg) eine Burg oberhalb des lieblichen Werratals erbaut. Die Steine wurden in mühevoller Fronarbeit gehauen und zu Gebäuden errichtet, welche vor feindlichen Angreifern schützen sollten.
Nachdem um 1200 die Cygenberger ausstarben wurde die Burg verschiedenen Adelsgeschlechtern als Lehen gegeben. Der Warenverkehr von Bremen über Hann.-Münden nach Wahnfried auf der nahen Werra, sowie die wertvollen Salztransporte, verleiteten einige der Lehnsherren zum Raubrittertum. Einer begann sogar eine Fehde mit der Stadt Erfurt.
Vom Cygenberg zum Ziegenberg
Die Burg wurde nie zerstört. Nachdem aber in "Salz der Helden" die erste Kanone, mit dem Spitznamen "Dicke Berta", benutzt wurde, war man auf dem Berg nicht mehr sicher.
Kurzerhand wurden die Mauern abgerissen, die Steine den Abhang herunter gerollt und 1562 das Herrenhaus, das so genannte "Feste Hus" mit einem Wassergraben und einer Zugbrücke errichtet.
Über drei großen Tonnengewölben baute man das Erdgeschoß mit 1,30 m dicken Außenmauern, auf welche drei Fachwerketagen aus Eichenholz und Lehm gesetzt wurden. Ein Walmdach gab dem Gebäude sein unverwechselbares Aussehen. Die Wappen des Erbauerpaares zieren noch heute das Haus. Die springende Forelle für die Ehefrau von der Tann (Rhön) und die Bütte für den Ehemann von Buttlar-Ziegenberg. Aus dem französischen Cygenberg wurde der deutsche Ziegenberg.
Nacheinander entstanden das Verwaltergebäude, Pferdeställe, Schmiede, Schafstall, Schweineställe, Scheunen und der Kuhstall. Es entstand ein geschlossener hessischer Gutshof, das "Rittergut Ziegenberg". Oberhalb des Teiches wurden die Gesindehäuser und das Schäferhaus erbaut.
Vom Rittergut zum Erlebnispark
Nach 400 Jahren endete auf dem Gut die landwirtschaftliche Nutzung. 1967 erwarb Walter Surup das Restgut. Der Gutshof bestand aus zwölf Gebäuden, die sich zu einem großen Kreis aneinanderreihten. Sieben der Häuser waren so baufällig, dass Sie abgerissen werden mussten; die anderen wurden aufwendig restauriert. 1968 wurde der Park unter dem Namen "Adler- Raubtier-Wildgehege" eröffnet. Zu der selben Zeit eröffnete auch auf der Sababurg ein Tierpark. Um sich etwas zu unterscheiden, kamen die ersten Märchenschaubilder dazu und ab jetzt war es der "Märchen-Zoo", der sicher doch vielen Besuchern in Erinnerung geblieben ist. Die Zeit war im Wandel und auch der Park änderte sein Gesicht im Laufe der vielen Jahre. So erwarb er 1975 eine Auto- und Motorrad-Sammlung.